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Nidwalden entdecken

Wer waren die ersten Siedler in Gebiet des heutigen Kantons Nidwalden? Wie haben Familien im Spätmittelalter in Nidwalden gelebt? Wie haben Glauben und Macht die katholische Voralpenregion geprägt? Aus welchen Gründen kam es zum Einfall der Franzosen unter Napoleon? Wie haben Tourismus, Mobilität und Fortschrittsglaube das Leben in Nidwalden verändert? Und warum ist Nidwalden heute einen Besuch wert?

Zur Einführung des Lehrplans 21 erarbeitet das Nidwaldner Museum in Zusammenarbeit mit dem Amt für Volksschulen und Sport eine Auswahl von Fachthemen zur Kantonsgeschichte. Diese werden auf zebis.ch zum kostenlosen Download und für den Einsatz im Schulbetrieb zur Verfügung gestellt. Sie lassen sich im Unterricht einsetzen und mit einem Museumsbesuch verbinden. Das Museum ermöglicht Schülerinnen und Schülern direkte Begegnungen und Erkundungen und bietet als ausserschulischer Lernort ein grosses Potential für eine lebensnahe Geschichts- und Kulturvermittlung.

Bei den vorliegenden didaktischen Unterlagen handelt es sich um einen reichen Materialpool zu ausgewählten Nidwaldner Themen. Lehrpersonen können auf eine vertiefte Sachanalyse sowie hochstehende Bild- und Textmaterialien zugreifen. Eine Leitfrage dient jeweils als thematischer Aufhänger und ermöglicht es, das Thema lehrplanbezogen sowie aus historischer und gegenwärtiger Perspektive zu behandeln. Das Nidwaldner Museum liefert somit ein praktisches Hilfsmittel zur Vorbereitung der Fachthemen für den Unterricht.

Aktuell liegen folgende Dossiers vor:

Wie lebten Nidwaldner Familien im Spätmittelalter?

Die Epoche des Spätmittelalters umfasst die Zeit von etwa 1300 bis 1550. Das Spätmittelalter ist in Nidwalden wie in ganz Europa eine Zeit tiefgreifender Veränderungen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Einblick, wovon die Lebenswelt der Menschen im Spätmittelalter geprägt war und wie sich diese im Vergleich zur Gegenwart verändert hat. Anhand der ausgewählten Themen Wohnen, Familie, Ernährung, Feste und Spiele lassen sich vielfältige Bezüge zur Lebenswelt der Kinder herstellen.

Das Dossier ist für das Fach Natur, Mensch, Gesellschaft (Zyklus 2 / Klasse 4–5) konzipiert und bietet einen vertiefenden Sachtext für Lehrpersonen, anschauliche Bild- und Quellenmaterialien sowie handlungsorientierte Unterrichtsideen wie beispielsweise das Studium eines spätmittelalterlichen Hauses, kulinarischen Erkundungen oder Bildanalysen des Alltagslebens im Spätmittelalter.

Lehrplanbezug

  • NMG 9.2: Die Schülerinnen und Schüler können Dauer und Wandel bei sich sowie in der eigenen Lebenswelt und Umgebung erschliessen.
  • NMG 9.3: Die Schülerinnen und Schüler können verstehen, wie Geschichte aus Vergangenheit rekonstruiert wird.
  • RZG 5.3: Die Schülerinnen und Schüler können das Alltagsleben von Menschen in der Schweiz in verschiedenen Jahrhunderten vergleichen.

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Warum ist Nidwalden einen Besuch wert?

Der Tourismus in Nidwalden hat seine Anfänge im 19. Jahrhundert. Die Entwicklung des Tourismus war in Nidwalden eng mit der aufkommenden Industrialisierung verbunden und veränderte die Lebensbedingungen sowie die Mobilität der Nidwaldner Bevölkerung stark. Er führte zum Bau von Berg- und Eisenbahnen, Hotelanlagen sowie zur Erschliessung neuer Erwerbsquellen. Tourismuspioniere wie Kaspar Blättler, Franz Josef Bucher oder die Familie Odermatt entwickelten neue innovative Tourismusideen.

Das Dossier ist empfohlen für das Fach Natur, Mensch, Gesellschaft (Zyklus 2 / Klasse 6) sowie Geografie und Geschichte (Zyklus 3 / Klasse 1) und bietet einen vertiefenden Sachtext für Lehrpersonen, anschauliche Bildmaterialien sowie handlungsorientierte Unterrichtsideen wie beispielsweise ein Kartenstudium historischer und zeitgenössischer Landkarten, das Entwickeln einer eigenen Touris-musidee und die Analyse der Folgen von Tourismus für die Nidwaldner Bevölkerung.

Lehrplanbezug

  • NMG 8.2: Die Schülerinnen und Schüler können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken.
  • RZG 2.5: Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung des Tourismus einschätzen.
  • RZG 2.4: Die Schülerinnen und Schüler können Mobilität und Transport untersuchen.
  • NMG 7.3: Die Schülerinnen und Schüler können Formen des Unterwegs-Seins von Menschen, Gütern und Nachrichten erkunden sowie Nutzen und Folgen des Unterwegs-Sein für Mensch und Umwelt abschätzen.

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Ausstellungsbesuch

Das Nidwaldner Museum bietet zu den vorliegenden Unterlagen thematische Führungen (60 min) und Workshops (90 min) für alle Stufen an. Für Klassen des Kantons Nidwalden sind der Eintritt sowie Führungen und Workshops kostenlos. Ausserkantonale Schulklassen können das Museum während den Öffnungszeiten ebenfalls kostenlos besuchen. Führungen und Workshops sind jedoch kostenpflichtig.

Ausblick

Weitere Dossiers zu Nidwaldner Themen wie dem Franzoseneinfall und dem Ende des Ancien Régimes, der Festung Fürigen in Stansstad sowie der Siedlungsentwicklung im 20. Jahrhundert sind in Planung und werden laufend auf zebis.ch aktualisiert.

Rückmeldung

Wir sind interessiert an Ihren Unterrichtserfahrungen mit den Themendossiers. Bitte teilen Sie uns Ihre Anregungen und Kritik mit. Zu den Unterlagen erarbeitete Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien nehmen wir gerne entgegen und ergänzen sie auf der Webplattform.

Kontakt

Nidwaldner Museum
Mürgstrasse 12
Postfach 1244
6371 Stans
Telefon: 041 618 73 40
E-Mail: museum@nw.ch
www.nidwaldner-museum.ch

Impressum

Projektleitung: Eva-Maria Knüsel, Stefan Zollinger
Text und Konzept: Eva-Maria Knüsel, Alexandra Heini
Fachliche Begleitung: Meinrad Leffin, Alexandra Wymann, Ruth von Rotz
Fachdidaktisches Lektorat: Prof. Dr. Peter Gautschi, Prof. Dr. Hans Utz, PH Luzern
Grafische Gestaltung: Hi – Visuelle Gestaltung, Zürich
Herausgeber: Nidwaldner Museum Stans, 2017