Bildung verhindert Armut

Wer keine nachobligatorische Ausbildung hat, ist stärker von Armut betroffen. Das belegt die neueste Auswertung des Luzerner Amts für Statistik.

Während das Bildungsniveau der Gesamtbevölkerung in den letzten Jahrzehntenstark angestiegen ist, bleibt es bei den Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern auf tiefem Niveau. Der Zusammenhang zwischen Ausbildungsstand der Bevölkerung und Armutsrisiko ist eng. 2019 hielt sich die Luzerner Sozialhilfequote stabil bei 2,4 Prozent (9'801 Pers.). Bei Personen ohne nachobligatorische Ausbildung betrug sie 4,5 Prozent. Im Unterschied dazu liegt die Quote bei Personen mit einem Sek-II-Abschluss bei 1,1 und bei Personen mit Tertiärabschluss bei 0,3 Prozent.

Sozialhilferisiko aufgrund von Bildungslücken hoch

Die jungen Erwachsenen zwischen 25 und 35 Jahren sind verglichen mit älteren Gruppen gut ausgebildet. Lediglich gut 10 Prozent von ihnen verfügen über keine nachobligatorische Ausbildung. Unter den Sozialhilfebeziehenden diesen Alters sind es hingegen deutlich höhere 65 Prozent. Seit 2010 hat dieser Anteil um über einen Fünftel zugenommen. In den älteren Altersgruppen mit Sozialhilfe ist der Anteil der Personen ohne nachobligatorische Ausbildung geringer. Ausländische Personen tragen ebenfalls ein erhöhtes Sozialhilferisiko. Im Kanton Luzern ist knapp jede/r dritte Ausländer/in im Alter zwischen 25 und 64Jahren ohne nachobligatorische Ausbildung; im Sozialhilfebezug sind es rund 7 von 10 Personen. Im Vergleich zu 2010 kann man eine absolute Zunahme um knapp einen Drittel beobachten. (pd)

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