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Der Westschweizer Aktionsplan für digitale Bildung

Die CIIP ist der Zusammenschluss der Bildungsdirektionen der französischsprachigen Kantone und des Tessins. (Illustration: ciip.ch)

Die CIIP legt einen Aktionsplan vor, um die digitale Bildung in der Schule und der Ausbildung besser zu verankern.

Die Bildungsdirektionen der Kantone Bern, Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Tessin, Wallis und Waadt haben einen gemeinsamen Aktionsplan zur digitalen Bildung verabschiedet. Es gehe darum, Lehrpersonen auszustatten, auszubilden und die Kompetenzen der Studierenden in der digitalen Bildung zu erweitern, schreibt die CIIP (Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin) in einer Medienmitteilung. Die konkreten Massnahmen, die sich aus dem Aktionsplan ergeben, sollen innerhalb von fünf Jahren für alle Lernenden in den Kantonen der CIIP spürbar werden. Die Mitgliedskantone verpflichten sich, an diesen Prioritäten aktiv mitzuwirken. Die Umsetzung des Aktionsplans wird vorbereitet, die Vollversammlung der CIIP soll diese im November 2019 verabschieden.

Der Aktionsplan setzt fünf Schwerpunkte:

1. Plan d'études (gemeinsamer Lehrplan der Westschweizer Kantone)
Die Fachbereiche Informatik und Medienbildung werden für alle Lernenden und Studierenden in der obligatorischen Schulzeit als auch in weiterführenden Schulen verbindlich eingeführt. Die Kantone einigen sich über Lernziele, über Pflicht- und Wahlinhalte und über eine Empfehlung der Lektionendotation und der Lernmaterialien.

2. Ausstattung
Zur Grundausstattung eines Klassenzimmers sollen eine mobile Infrastruktur mit Tablet- oder Laptop-Computern, ein Beamer sowie ein sicherer Speicherplatz in einer Cloud gehören.

3. Ausbildung
Die Ausbildung von Schulleitungen, Dozierenden und Lehrpersonen ist der Schlüssel für erfolgreiche digitale Bildung. Bildungsfachkräfte müssen in ihren jeweiligen Fachbereichen über die erforderliche pädagogische Qualifikation verfügen.

4. Zusammenarbeit mit den Hochschulen
Auf kantonaler und regionaler Ebene sollen nachhaltige Kooperationen zwischen Universitäten, der Wirtschaft und der öffentlichen Schule entstehen, welche die digitale Bildung verstärken.

5. Beratung und Überwachung
Die CIIP richtet eine Beratungsstelle für  technologische und pädagogische Fragen ein. Diese soll als Plattform für den Austausch von bewährter Praxis und pädagogischen Szenarien im Bildungswesen dienen. (pd)

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Veröffentlicht am

12.12.2018