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EDK sieht Fachmatura gut positioniert

Die Fachmatura ist im Schweizer Bildungssystem zwischen der klassichen Berufsbildung und der gymnasialen Ausbildung eingebettet. (Abbildung: edk.ch)

Rund 5% der Jugendlichen wechseln nach der obligatorischen Schule an eine Fachmittelschule. Seit 2010 hat sich die Zahl der Fachmaturitäten von 1461 auf 3009 verdoppelt. Die EDK zeigt sich mit dieser Entwicklung zufrieden.

2003 hat die EDK die rechtlichen Grundlagen für die Einführung von Fachmittelschulen erlassen. Diese lösten ab dem Schuljahr 2004/05 sukzessive die damaligen Diplommittelschulen ab. Die Fachmittelschulen haben sich in knapp zehn Jahren als Ausbildungsgang auf der Sekundarstufe II positioniert und dienen als wichtige Schnittstelle zwischen tertiären Bildungsgängen (Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Höhere Fachschulen), insbesondere in den Bereichen Pädagogik, Gesundheit und soziale Arbeit . Seit 2017 gelangt man mit einer Fachmatura, ebenso wie mit einer Berufsmatura, nach einer Ergänzungsprüfung an die Universität ("Passerelle").

Die EDK hat die gesamtschweizerische Anerkennung der Fachmittelschulabschlüsse (Anerkennungsreglement und Rahmenlehrplan) revidiert. Eingeflossen sind Entwicklungen und Erfahrungen der vergangenen Jahre. Das Reglement führt beispielsweise das Berufsfeld Gesundheit/Naturwissenschaften (als Variante des Berufsfeldes Gesundheit) ein oder es legt fest, dass mindestens 50% der Unterrichtszeit für die Allgemeinbildung und mindestens 20% für die berufsfeldbezogene Ausbildung einzusetzen ist. Der Rahmenlehrplan ist neu kompetenzorientiert ausgerichtet und schreibt sich damit in eine neue Generation von Lehrplänen ein.

An ihrer Jahresversammlung vom 25. und 26. Oktober 2018 hat die EDK das totalrevidierte Anerkennungsreglement Fachmittelschulen und den aktualisierten Rahmenlehrplan für Fachmittelschulen verabschiedet. Beide Texte treten am 1. August 2019 in Kraft. (pd)

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Veröffentlicht am

07.11.2018