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Fachkräfte zu finden, fordert Schulleitungen stark

Lohnunterschiede zwischen benachbarten Kantonen machen die Stellenbesetzung für Schulleitungen anspruchsvoll.

In ihrer jährlichen Mitgliederbefragung zeigen die Schweizer Schulleiter-Berufsverbände, dass insbesondere das Rekrutieren von Fachkräften herausfordernd ist. Angespannt ist die Situation bei den Heilpädagoginnen und Heilpädagogen.

Der VSLCH und die CLACESO sind die Berufsverbände der Schulleitenden der Deutschschweiz und der lateinischen Schweiz. Beide haben im Mai 2018 die jährliche Umfrage bei ihren Mitgliedern durchgeführt. Ergänzt wurde diese mit einer Erhebung von Themen, die Schulleitende überdurchschnittlich beschäftigen. Die Zahlen belegen, dass es bei der Besetzung von Lehrpersonen gegenüber den letzten beiden Vorjahren keine substanziellen Unterschiede gibt. Nach wie vor ist es sehr schwierig, spezifische Fachkräfte wie schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu rekrutieren. Auch geht aus individuellen Bemerkungen hervor, dass sich die Probleme wegen Lohnunterschieden zwischen benachbarten Kantonen (z.B. Kantone Bern und Solothurn) weiterhin halten. In einigen Deutschschweizer Kantonen ist die Kindergartenstufe problematisch, beispielsweise wegen schlechterer Entlöhnung oder schlechterer Arbeitsbedingungen der Kindergartenlehrpersonen gegenüber anderen Lehrpersonen des Zyklus 1. In der lateinischen Schweiz fällt auf, dass es besonders schwierig ist, Lehrpersonen für den Deutschunterricht im Zyklus 3 zu finden.

Herausforderungen an der Volksschule spiegeln sich in den Themen, die Schulleitende überdurchschnittlich beschäftigen Abbaumassnahmen, die z.B. zu Klassenzusammenlegungen und zum Streichen von Untersützungsangeboten zur Integration aller Schulkinder in die Regelklassen führen, sind für das gesamte Schulpersonal besonders belastend. Konkret besätigen 57 % der Deutschschweizer Schulleitenden, dass die integrative Förderung sieüberdurchschnittlich fordert. Wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass 66 % ganz besonders mit der Einführung des Lehrplan 21 beschäftigt sind. Und über die Hälfte der Schulleitenden beötigt viel Zeit dafür, die Schule für die digitalen Transformationen fit zu machen. (pd)

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Veröffentlicht am

07.06.2018