Im Schuljahr 2017/18 zählte die Schweiz mehr als 1,6 Mil­lionen Lernende und Studierende, was knapp einem Fünftel der Bevölkerung entspricht. Dies belegt die aktuelle Ausgabe der Ausbildungsstatistik des Bundes.

Zwei Tendenzen prägten die Entwicklung der Lernenden- und Studierendenzahl ab den 2000er-Jahren: Während die Zahlen in der obligatorischen Schule aufgrund der demografischen Entwicklung zunächst stagnierten und schliesslich kontinuierlich zu sinken began­nen, stiegen sie im selben Zeitraum auf der Sekundarstufe II und vor allem auf der Tertiärstufe an. Auf der Tertiärstufe manifestierte sich der Anstieg insbesondere an den Hochschulen.

In der aktuellen Ausgabe "Personen in Ausbildug" des Bundesamtes für Statistik werden auch die zwei grossen Reformen der Volksschule in Zahlen sichtbar. Die erste – die Umsetzung des HarmoS-Konkordats – führte in den HarmoS-Kantonen zu einer Ausweitung der Schulzeit auf 11 Jahre. Die zweite Reform betraf die Lernenden mit besonderem Bildungsbedarf. Wurden solche Kinder und Jugendliche früher in Sonder­klassen oder Sonderschulen zusammengefasst, verbleiben sie ­mittlerweile zu­nehmend in den Regelklassen.

Die Mehrheit der Lernenden hat die im Alter von 16 Jahren abgeschlossen. Die meisten Jugendlichen bleiben jedoch im Bildungssystem und durchlaufen einen Ausbildungsgang der Sekundarstufe II. Während die Mehrheit der 16- bis 18-Jährigen eine solche Ausbildung absolvierte, sank dieser Anteil bei den 19-Jährigen auf 50%, da die Ausbildungen auf Tertiärstufe ebenfalls in diesem Alter beginnen. Die Bildungsbeteiligung betrug bei den 19-Jährigen mehr als 60% und bei den 20-Jährigen rund 46% und nimmt danach stetig ab. (pd)

Neuen Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren, um Kommentare verfassen zu können