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Lehrpersonen bleiben der Schule (meist) treu

Lehrpersonen bleiben der Schule treu

Eine Untersuchung des Kantons Zürich beleuchtet die Beschäftigungssituation der Lehrpersonen. Die Resultate zeigen, dass sie verglichen mit anderen Berufsfeldern länger in ihrem Beruf verweilen.

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat auf Basis der Schuljahre 2016/17 bis 2023/24 untersucht, wie lange Lehrpersonen im Beruf bleiben und in welchem Pensum sie arbeiten. Im Schuljahr 2023/24 liegt der durchschnittliche Beschäftigungsgrad von Kindergärtnerinnen, Primarschullehrern und Sekundarlehrerinnen in Zürich bei 69 Prozent. Das ist gegenüber 2016 leicht tiefer (71 Prozent). Dabei zeigen sich aber Unterschiede bei den Geschlechtern und beim Alter: Männer arbeiten im Durchschnitt etwa zu 80 Prozent. Auch Frauen unter 30 unterrichten in der Regel in hohen Pensen. Aber danach – wenn für viele die Familiengründung ansteht – sinkt der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der Lehrerinnen auf unter 60 Prozent. Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, fällt auch im Lehrberuf Frauen schwerer als Männern.

Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad fällt auf der Sekundarstufe I etwas höher aus als im Kindergarten- und der Primarstufe. Entsprechend braucht es auf der Kindergarten- und Primarstufe mehr Lehrpersonen, um die benötigten Vollzeiteinheiten zu besetzen. Der tiefere durchschnittliche Beschäftigungsgrad auf der Kindergarten- und Primarstufe hängt direkt damit zusammen, dass auf dieser Schulstufe mehr Frauen als Männer unterrichten.

Jüngere Lehrpersonen springen eher ab

Vier von fünf Lehrpersonen, die im Schuljahr 2016/17 im Zürcher Bildungswesen tätig waren, sind es auch noch 2024. Dieser hohe Verbleib in der Volksschule zeigt, dass Lehrpersonen vergleichsweise selten den Beruf wechseln. Bei den Berufsausbildungen mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) liegt diese Quote fünfeinhalb Jahre nach dem Abschluss bei 48 Prozent. Wie viele der Lehrpersonen, die das Zürcher Bildungssystem während des beobachten Zeitraums verlassen haben, tatsächlich nie mehr als Lehrperson arbeiten, lässt sich anhand der zur Verfügung stehenden Daten nicht beurteilen.

Doch auch beim Austritt spielt das Alter eine Rolle: Von den Lehrpersonen, die im Schuljahr 2016/17 neu ins Zürcher Bildungswesen eingetreten sind, unterrichten 2024 ein Drittel nicht mehr im Kanton. Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger treten häufiger aus dem Zürcher Bildungswesen aus als der Durchschnitt aller Lehrpersonen. (pd)

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