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Lehrstellenmarkt bleibt stabil, "Schnuppern" gestaltet sich schwieriger

Lehrstellenmarkt bleibt stabil, "Schnuppern" gestaltet sich schwierger
Die Anzahl der abgeschlossenen Lehrverträge bis Ende März. (Diagramm: SBFI)

Die Anzahl der abgeschlossenen Lehrverträge konnte im vergangenen Jahr an die Vorjahreswerte anschliessen. Doch anstelle von Schnupperlehren rückte das virtuelle Kennenlernen eines Berufs ins Zentrum.

2020 war für die Berufsbildung ein herausforderndes Jahr. Dennoch zeigen sich Zahlen der Berufsbildung stabil. So beispielsweise im Kanton Luzern, wo sich rund 77 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger für eine Lehre entschieden haben. Insgesamt wuchs 2020 die Zufriedenheit mit der Berufsbildung. Der Bilinguale Unterricht ist begehrt und die Berufsmaturität verzeichnet einen leichten Anstieg.

Auch die aktuellen nationalen Zahlen vermitteln ein solides Bild: Per Ende März wurden rund 36'500 Lehrverträge abgeschlossen, das sind etwa 9'000 Verträge mehr als noch im Februar dieses Jahres, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) mitteilt. Die Zahl liegt im Rahmen der Vorjahre.

Um die Lehrstellensuche und die Berufswahl auch unter den coronabedingten Einschränkungen zu gewährleisten, laufen mehrere Projekte, die auf virtuelle Berufs- und Ausbildungsmessen sowie Online-Lehrstellenbörsen setzen. Im Rahmen des vom Bund Ende Mai 2020 eingeführten Förderschwerpunkts «Lehrstellen Covid-19» waren beim SBFI rund 80 Gesuche mit Vorschlägen aus allen Landesteilen eingereicht worden. Da Schnuppern vor Ort nur sehr eingeschrönkt möglich war, wurde das virtuelle Kennenlernen von Arbeitsumgebungen und Tätigkeiten wichtiger als je zuvor. (pd)

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