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Lehrstellensituation weiterhin positiv

Die Formen eines Bootes sind selten gerade. Bootbauerinnen Bootsbauer wissen, wie sie Holz zu abgerundeten Formen verarbeiten können. (Bild: berufsberatung.ch)

Das Lehrstellenangebot hat von Mitte April bis Ende August erneut zugenommen. Im August boten die Unternehmen hochgerechnet 97'000 Lehrstellen an. Davon sind 90'000 besetzt.

Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation SBFI zeigen, dass in den vergangenen Monaten die Anzahl Lehrstellen zugenommen hat. Laut ersten Ergebnissen wurden per 31. August hochgerechnet 2500 Lehrstellen mehr angeboten als im August 2016. Davon haben die Unternehmen 90'000 (2016: 84'500) vergeben. 7000 Ausbildungsplätze (2016: 10'000) sind offen geblieben. Aus den Erfahrungen der Vorjahre nehmen die Betriebe an, noch rund 2000 Stellen besetzen zu können. Anteilsmässig am meisten Lehrstellen sind in den Branchen „Architektur und Baugewerbe“ sowie „Dienstleistungen“ unbesetzt geblieben.

Die Gesamtzahl der Jugendlichen, die vor der Ausbildungswahl standen, ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen und belief sich hochgerechnet auf 162'000 (2016: 144'500) Jugendliche. Auch die Anzahl Jugendlicher, die 2017 eine berufliche Grundbildung begonnen haben ist von 73'000 im Jahr 2016 auf 82'500 angestiegen, das sind 9500 mehr als im Vorjahr. Der Rest verteilt sich auf Jugendliche, die eine Vorbereitung auf eine berufliche Grundbildung beginnen, auf Jugendliche, die eine allgemeinbildende Schule beginnen sowie auf solche, die eine Zwischenlösung oder etwas anderes machen. 9500 Jugendliche (2016: 9000) hatten bis zum Stichtag am 31. August noch keine Lösung gefunden.

Der Lehrstellenbarometer zeigt die aktuelle Situation und die Entwicklungstendenzen auf dem Lehrstellenmarkt kurzfristig auf. In repräsentativen Umfragen bei Unternehmungen und Jugendlichen werden die zentralen Merkmale der gegenwärtigen Situation erfasst und aktuell mitverfolgt. Der Lehrstellenbarometer wird jeweils im April und August erhoben. Die Ergebnisse der Erhebungswellen beruhen zum einen auf einer schriftlichen Befragung von Unternehmen. Bei der Hälfte davon handelt es sich um Lehrbetriebe. Zum andern erfolgt eine telefonische Befragung von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. (pd)

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Veröffentlicht am

20.10.2017