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Luzern geht von steigenden Schülerzahlen aus

Luzern geht von steigenden Schülerzahlen aus
Lernende nach Schulstufen in den Jahren 2023 bis 2037. (Illustration: lustat.ch)

Der Kanton Luzern hat seine Bildungsszenarien aktualisiert. Die neuesten Zahlen verdeutlichen, dass sich bis 2035 ein Wachstumstrend fortsetzt.

Im Bildungsbereich sind Szenarien der Lernendenzahlen wichtig, sei es für die Planung der Pensen, des Bedarfs an Lehrpersonen oder der Schulinfrastruktur. Wie die von LUSTAT (Amt für Statistik des Kantons Luzern) aktualisierten Bildungsszenarien zeigen, ist in den kommenden zehn Jahren mit einem Anstieg der Zahlen zu rechnen. Hauptsächlicher Einflussfaktor ist die Bevölkerungsentwicklung. Im Kanton Luzern hat die Einschulung geburtenstarker Jahrgänge dazu geführt, dass die Zahl der Kinder in der Kindergartenstufe seit dem Schuljahr 2010/11 wieder ansteigen. Seit dem Schuljahr 2018/19 erhöhen sich auch in der Sekundarstufe I die Lernendenzahlen.

Nebst den demografischen Entwicklungen beeinflussen strukturelle Veränderungen (z.B. erleichterte Aufnahmebedingungen BM) im Bildungssystem die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler. Diese Veränderungen fliessen in das Berechnungsmodell der LUSTAT-Bildungsszenarien mit ein.

Wachstum auf Primarstufe hält bis 2035 an

Gemäss den LUSTAT-Bildungsszenarien wird die Zahl der Kindergartenkinder bis ins Schuljahr 2030/31 auf rund 7'520 anwachsen (gegenüber 2022/23: +8%). Danach ist ein leichter Rückgang zu erwarten. Die Zahl der Kinder in der Basisstufe soll bis in Schuljahr 2032/33 auf rund 2'090 steigen (gegenüber 2022/23: +9%) und danach leicht abnehmen. In der Primarschule steigen die Lernendenzahlen bis ins Schuljahr 2035/36 auf rund 28'100 Schüler/innen an (gegenüber 2022/23: +14%). Danach werden diese Lernendenbestände wieder abnehmen.

Lernendenzahl auf Sekundarstufe I steigt bis 2037 um rund 20 Prozent

Auf der Sekundarstufe I steigt die Zahl der Lernenden demografiebedingt seit dem Schuljahr 2018/19 wieder an. Bis ins Schuljahr 2037/38 werden insgesamt 15'200 Lernende erwartet (gegenüber 2022/23: +21%), womit die Höchstwerte von 2007/08 erreicht würden. In den Gymnasien werden auf der Sekundarstufe I bis ins Schuljahr 2037/38 gut 3'100 Lernende erwartet (gegenüber 2022/23: +19%). Dabei gehen die Prognosen von leicht erhöhten Übertritten ins Gymnasium im Raum Sursee aus, beispielsweise aufgrund von Zuzügen bildungsnaher Familien in die Region.

Berufsbildung lässt sich schwer vorhersagen

In der beruflichen Grundbildung sind die Szenarien mit grösseren Unsicherheiten behaftet, da nebst demografischen Aspekten auch Faktoren wie die Attraktivität des Ausbildungsangebots oder die Situation auf dem Arbeitsmarkt den persönlichen Ausbildungsentscheid beeinflussen. Zudem ist davon auszugehen, dass sich die verschiedenen Bildungsfelder der beruflichen Grundbildung aufgrund gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen unterschiedlich entwickeln werden. (pd)

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