Der Kanton Luzern wil den Übergang von der Oberstufe hin zur Berufsmatura stärken und schafft ein neues Angebot für begabte Schülerinnen und Schüler: BM SEK+.

15 Prozent aller Luzerner Lernenden sollen die Berufslehre mit Berufsmaturität abschliessen, so lautet das Ziel. Bislang sind es 13 Prozent. Das neue Modell BM SEK+ soll diese Quote nach oben korrigieren. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarstufe, also jene mit Niveau A, können ab Sommer 2021 schon im neunten Schuljahr mit der Berufsmaturität beginnen. Das Pilotprojekt richtet sich vorerst an Jugendliche, die eine technische oder gewerblich-industrielle Berufslehre machen wollen.

Diese Schülerinnen und Schüler können bereits im letzten Schuljahr der Volksschule einen Teil der Berufsmaturität absolvieren. Im Gegenzug sind sie von allen Wahlpflichtfächern an der Volksschule dispensiert und haben bessere Karten bei der Lehrstellensuche. Jeweils am Mittwoch besuchen sie den ganzen Tag den BM-Unterricht in den Fächern Mathematik, Englisch, Französisch sowie Geschichte und Politik am BBZ Bau und Gewerbe in Luzern. Die BM SEK+ startet ab Schuljahr 2021/22 und ist vorerst auf eine Klasse bzw. 24 Plätze beschränkt.

Initiiert und entwickelt wurde das neue Angebot BM SEK+ von den Dienststellen Volksschulbildung und Berufs- und Weiterbildung im Rahmen der Begabtenförderung und der Weiterentwicklung des 9. Schuljahres. Erfahrungen zeigen, dass Motivation und Leistung der Jugendlichen nach der Unterzeichnung eines Lehrvertrags im letzten Schuljahr oft nachlassen. Begabte Schülerinnen und Schüler erhalten nun mit dem neuen Angebot BM SEK+ die Chance, ihre Ambitionen und ihren Leistungswillen unter Beweis zu stellen und schon in der Volksschule mit einem Bein in die Berufsbildung einzusteigen. (pd)

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