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Nidwalden will Begabte früher fördern

Nidwalden will Begabte früher fördern
Der Zugang zur Sport- und Musikklasse an der Kantonsschule Alpenquai soll für Nidwaldner Schülerinnen und Schüler erleichtert werden. (Bild: ksalpenquai.lu.ch)

Die Nidwaldner Regierung will begabten Schülerinnen und Schüler den Zugang zum Gymnasium bereits ab der zweiten Oberstufe ermöglichen und die Mittelschulverordnung anpassen.

Aktuell sieht die Nidwaldner Mittelschulverordnung nur zwei Zeitpunkte vor, an denen Lernende in ein Gymnasium übertreten können: Nach Abschluss der Primarschule oder nach der 3. Klasse der Orientierungsschule. Dadurch sollen der Orientierungsschule die starken Schülerinnen und Schüler nicht vorzeitig abhandenkommen und so eine gewisse Konstanz im Klassenverbund gewährleistet werden.

Ein politischer Vorstoss verlangt nun vom Regierungsrat eine flexiblere Handhabung für begabte  Schülerinnen und Schüler, beispielsweise in den Bereichen Sport- und Musik. Der Regierungsrat unterstützt diesen Antrag. Die jeweiligen Ausbildungsgänge an den Mittelschulen sind darauf ausgerichtet, die Talente so früh und intensiv wie möglich zu fördern. Die Ausbildungsgänge sind in der Regel stark individualisiert und Motivation und Selbständigkeit spielen eine zentrale Rolle. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, hat einen schweren Stand. Der Regierungsrat erwartet jährlich ein bis drei Nidwaldner Jugendliche, die im Rahmen der Begabtenförderung in ein Gymnasium übertreten.

Bei einer Gutheissung des entsprechenden Vorstosses stellt der Regierungsrat in Aussicht, die Mittelschulverordnung zu revidieren. (pd)

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