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Nidwalden will Betreuung an der Heilpädagogischen Schule erweitern

Nidwalden will Betreuung an der Heilpädagogischen Schule erweitern
Die Heilpädagogischen Schule Stans soll ab August 2025 ein Tagesschulangebot anbieten.

Der Kanton Nidwalden führt eine Teilrevision des Volksschulbildungsgesetzes durch. In dieser ist vorgesehen, die ausserschulische Betreuung an der HPS auszubauen.

Die Teilrevision der Volksschulgesetzgebung geht auf einen Vorstoss im Landrat zurück, der eine weitergehende ausserschulische Betreuung an der Heilpädagogischen Schule Stans (HPS) verlangt. In der nun vorliegenden Fassung ist der Regierungsrat zum Schluss gekommen, die Organisation des Zentrums für Sonderpädagogik anzupassen. So sollen die Heilpädagogische Schule und die Heilpädagogische Früherziehung zusammen mit der integrativen Sonderschulung neu in der Abteilung für Sonderpädagogik zusammengefasst werden. Zugleich will der Kanton die Schulpsychologischen Dienst mit den Therapiebereichen Logopädie und Psychomotorik als Abteilung Schuldienste führen. Diese Organisationsform kennen beispielsweise auch die Kantone Luzern und Obwalden.

Tagesschule ja – Ferienbetreuung nein

Dank dieser Neuorganisation lässt sich an der Heilpädagogischen Schule eine Tagesschule umsetzen. Das Betreuungsangebot würde in den 38 Schulwochen von aktuell 8 bis 15 Uhr auf neu 7 bis 18 Uhr ausgedehnt werden. Während den Schulferien ist keine Betreuung geplant. «Der Ausbau ist nicht ohne Aufstockung der Pensen im Sekretariat und beim Assistenzpersonal möglich», betont Bildungsdirektor Res Schmid. Die zusätzlichen Personalkosten werden mit jährlich gesamthaft rund 150'000 Franken beziffert. Die Einführung der Ganztagesschule an der HPS ist für 1. August 2025 geplant.

Mehr Gemeindeautonomie bei Schulbauten

Der Regierungsrat nutzt die Teilrevision, um weitere Bereiche des Volksschulgesetzes zu bereinigen. So soll der Bau von gemeindlichen Schulanlagen nicht mehr der Genehmigung des Regierungsrates unterliegen. Auch bei Reglementen für die Benützung der Schulanlagen für ausserschulische Zwecke soll künftig die Gemeindeversammlung das letzte Wort haben.

Ein weiterer Punkt der Gesetzesrevision betrifft die Elternbeiträge an obligatorische Veranstaltungen wie Klassenlager, Exkursionen oder Schulreisen. Das Bundesgericht hat vor geraumer Zeit entschieden, dass man den Eltern lediglich Verpflegungskosten weiterverrechnen kann. Diese dürfen – abhängig vom Alter des Kindes – den Betrag von 16 Franken nicht übersteigen.  

Der Regierungsrat lässt die Teilrevision der Volksschulgesetzgebung bis am 15. März 2024 vernehmlassen. (pd)

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