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"Purzelbaum" trägt Früchte

170 Kinder aus dem Kanton Uri waren an einer Studie zur Bewegungsfähigkeit beteiligt. (Foto: Lukas Blazek)

Eine Studie hat Kindergartenkinder im Kanton Uri und in der Stadt Zürich hinsichtich ihrer motorischen Fährigkeiten untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Projekte zur Bewegungsförderung führen zu nachweisbaren Effekten.

Im Gegensatz zur Primarstufe existiert zur Bewegungskompetenz von Kindergartenkindern in der Schweiz bislang wenig empirisches Wissen. Ein interkantonales Forschungsprojekt hat die die motorischen Basiskompetenzen von vier- bis sechsjährigen Kindern überprüft, und zwar in den Kompetenzbereichen «Sich-Bewegen» (Balancieren, Rollen, Springen und Laufen) und «Etwas-Bewegen» (Werfen, Fangen, Prellen und Dribbeln). Beteiligt waren zwölf Kindergärten im Kanton Uri (mit 170 Kindern) und 14 Stadtkindergärten in Zürich (mit 233 Kindern). Die Teilstudie in Uri wurde von der Pädagogischen Hochschule Schwyz durchgeführt, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Volkschulen.

Beim Stadt-Land-Vergleich fällt auf, dass Urner Kinder in beiden Kompetenzbereichen deutlich bessere Leistungen zeigen als Kinder aus der Stadt Zürich. Dieser Unterschied dürfte in Anlehnung an andere Untersuchungen auf die in städtischen Wohngebieten stärker eingegrenzten Aktionsräume zurückzuführen sein (unter anderem hohe Wohn- und Verkehrsdichte). Demgegenüber finden Kinder auf dem Land noch mehr frei nutzbare Flächen für das selbstständige Spielen und Bewegen. Auch verfügen Kinder aus Kindergärten mit einer besonders bewegungsfördernden Lernumgebung («Purzelbaum-Projekt») über einen besseren motorischen Leistungsstand.

Was in der Studie wenig überrascht: Ältere Kindergartenkinder schneiden in beiden überprüften Kompetenzbereichen deutlich besser ab als jüngere. Ebenfalls erwartungsgemäss zeigen sich in beiden Teilstichproben (Uri und Stadt Zürich) signifikante Unterschiede zugunsten der Mädchen im Kompetenzbereich «Sich-Bewegen» sowie zugunsten der Knaben im Kompetenzbereich «Etwas-Bewegen» (vor allem beim Zielwerfen und Dribbeln).

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Veröffentlicht am

21.11.2018