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Rahmenlehrplan für Matura tritt in Kraft

Rahmenlehrplan für Matura tritt in Kraft
Der Rahmenlehrplan für Kantonsschulen und Mittelschulen, hier im Bild das Kollgium Uri, liegt in neuer Fassung vor. (Bild: Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

Die EDK hat den gesamtschweizerischen Rahmenlehrplan für gymnasiale Maturitätsschulen verabschiedet.

Im Unterschied zum Rahmenlehrplan von 1994 basiert der neue Rahmenlehrplan auf einem einheitlichen Verständnis der gymnasialen Bildungsziele und eines Kompetenzmodells. Neu werden  Unterrichtsbereiche wie Interdisziplinarität, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Politische Bildung und Digitalität durch ein eigenes Kapitel gestärkt.

Die Fächer Informatik sowie Wirtschaft und Recht werden neu als Grundlagenfächer geführt. Bei den Wahlpflichtfächern (Schwerpunkt- und Ergänzungsfach) erhalten die Kantone mehr Freiheiten, da die Rechtsgrundlagen keinen definierten Fächerkatalog mehr vorsehen. Neu müssen mindestens drei Prozent der Unterrichtszeit dem interdisziplinären Arbeiten gewidmet sein. Weiter werden unter anderem Chancengerechtigkeit, Austausch und Mobilität sowie der Einsatz für das Gemeinwohl gefördert und eine verbindliche Mindestdauer von vier Jahren für alle gymnasialen Lehrgänge festgelegt. Die Regeln für das Bestehen der Maturität bleiben unverändert. Der neue Rahmenlehrplan tritt am 1. August 2024 in Kraft.

Der neue Rahmenlehrplan soll die Vergleichbarkeit der Anforderungen auf gesamtschweizerischer Ebene stärken und gleichzeitig den Rahmen für die Lehrpläne der gymnasia­len Maturitätsschulen in den Kantonen bilden. Erarbeitet wurde der neue Rahmenlehrplan, den die EDK verantwortet, von verschiedenen Arbeitsgruppen, bestehend aus Lehrpersonen und Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern aller Sprachregionen. Unterstützt wurden sie in ihrer Arbeit durch Expertinnen und Experten aus den Hochschulen. (pd)

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