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Schwyz fördert Kunst und Sport in der Mittelschule

Ab kommendem Schuljahr führt der Kanton Schwyz in den Mittelschulen Talentangebote für Kunst und Sport ein. Talentierte Schülerinnen und Schüler können im schulischen sowie im sportlichen oder musischen Bereich an ihren Ambitionen arbeiten.

Gestützt auf die Bildungsstrategie 2025, welche eine Prüfung von Talent-Angeboten an den Mittelschulen beinhaltet, hat der Kanton Schwyz ein Konzept für ein Kunst- und Sportangebot (K+S) an der Kantonsschule Kollegium Schwyz (KKS) und der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) und am Theresianum Ingenbohl erarbeitet. Auf diese Weise will man die Nachfrage von talentierten Schülerinnen und Schülern aus beiden Kantonsteilen abdecken. Der Erziehungsrat und der Regierungsrat haben das Konzept bewilligt. Es beginnt im Schuljahr 2020/21 und ist vorerst auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt.

Die Kosten für den Kanton sind zum einen abhängig von der Nutzung der Angebote durch Schwyzer Schülerinnen und Schüler, andererseits aber auch von Schülerinnen und Schülern aus andern Kantonen (finanziert via Hochbegabtenvereinbarung). Mit dem Kunst- und Sportangebot will der Kanton einen Mehrwert für die eigenen Mittelschulen schaffen.

So sieht das Konzept aus

  • Das Angebot richtet sich an leistungsstarke Mittelschülerinnen und Mittelschüler, welche neben der schulischen Ausbildung auch ihr Talent in einer Sportart oder in einem musischen Bereich trainieren möchten.
  • Die Zulassung erfolgt über das übliche Aufnahmeverfahren für das Gymnasium bzw. die FMS; zusätzlich wird der Nachweis einer Swiss Talent Card bzw. die Mitgliedschaft zumindest in einem Regionalkader oder in einer musischen Trainingsorganisation verlangt. Es findet ein selektives Aufnahmegespräch statt, in welchem die Eignung und die individuellen Ausbildungsziele abgeklärt werden.
  • Die schulische Ausbildung dauert ein Jahr länger als üblich, also fünf Jahre am Gymnasium und vier Jahre an der FMS. Die Schülerinnen und Schüler haben maximal 25 Pflichtlektionen pro Woche (gegenüber der üblichen Pflichtlektionendotation von 35 Lektionen).
  • Das Schulgeld beträgt Fr. 1400.-- pro Jahr.   

Nächste Schritte
Die Detailkonzepte an den Kantonsschulen werden nun erarbeitet. Sie müssen dem Erziehungsrat zur Genehmigung vorgelegt werden. Eine Information für interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Eltern ist geplant und erfolgt direkt durch die betroffenen Mittelschulen im ersten Quartal 2020. (pd)

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