Schwyz passt Beurteilung an
Standortgespräche weisen einen höheren Informationsgehalt als Zeugnisnoten, Schwyz verankert diese nun verbindlich.

Der Kanton Schwyz führt eine neue ganzheitliche Beurteilung in der Volksschule ein: Jahreszeugnis, Standortgespräch und Schullaufbahnentscheid heissen die drei zentralen Pfeiler.

Das aktuelle Reglement zur Beurteilung stammt aus der Zeit vor Umsetzung des Lehrplans 21 und geht nicht auf die kompetenzorientierte Beurteilung ein. Um die Qualität der Beurteilung zu verbessern, wird das neue System der ganzheitlichen Beurteilung auf drei Elemente aufgeteilt:

  • Zeugnis (Notenzeugnis ab der 3. Primarklasse, neu in der Primarstufe nur noch als Jahreszeugnis)
  • Standortgespräch zwischen Lehrperson, Schülerin/Schüler und Erziehungsberechtigten (neu verpflichtend jährlich)
  • Schullaufbahnentscheid

Die Standortgespräche bilden neu die Grundlage für die förderorientierte Beurteilung. Sie erfolgen mittels eines  Gesprächsbogens, auf welchem eine Gesamtbeurteilung erfolgt und Ziele, Fördermassnahmen und weitere Abmachungen festgehalten werden. Die Standortgespräche weisen somit einen weit höheren Informationsgehalt auf, als lediglich die Bekanntgabe von Zeugnisnoten und ermöglichen es dadurch, auf eine notenmässig definierte Steignorm zu verzichten.

Umsetzung auf das Schuljahr 2023/2024

Um dem Amt für Volksschulen und Sport sowie den Lehrpersonen genügend Vorlaufzeit für die Umsetzung der neuen Beurteilungsstrukturen zu geben, tritt das neue Beurteilungsreglement auf das Schuljahr 2023/2024 in Kraft. Das neu erlassene Beurteilungsreglement geht auf die Ergebnisse einer vom Erziehungsrat im September 2019 eingesetzten Arbeitsgruppe zurück. Diese hatte den Auftrag, die Beurteilung so anzupassen, dass ihre Qualität und Verlässlichkeit sowie die Vergleichbarkeit der Zeugnisse sichergestellt werden können. (pd)

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