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So wollen die Kantone die Schulen digital fit halten

Die EDK hat eine neue Strategie zur Digitalisierung verabschiedet. Diese umfasst sieben Bereiche und setzt vor allem auf bestehende Strukturen.

Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren haben an der EDK-Plenarversammlung vom 21. Juni 2018 eine nationale Digitalisierungsstrategie festgelegt. Übergeordnetes Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler und alle Lernenden auf ihrem Weg zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Menschen in einer durch Digitalisierung sich stetig verändernden Welt bestmöglich zu unterstützen.

Die Ziele umfassen diese sieben Themen:

  1. Datennutzung im Bildungswesen: Schutz, Vertrauen und Sicherheit
    Der Umgang mit Daten im Bildungswesen, die Art der Nutzung dieser Daten und die Voraussetzungen für die Gewährleistung der Informationssicherheit – Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität – sind geklärt.
  2. Schulorganisation und Schulleitung
    Die Schulen und die Schulleitungen verfügen über die nötigen Kompetenzen und Ressourcen, um sich in der digitalen Welt zu organisieren: Sie nutzen dafür das Potenzial digitaler Technologien.
  3. Schülerinnen, Schüler und Lernende
    Schülerinnen, Schüler und Lernende sind kompetent im Umgang mit Digitalisierung. Sie werden in ihrer Entwicklung zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern in einer digitalen Welt unterstützt.
  4. Lehrerinnen und Lehrer
    Lehrpersonen haben auch unter den Bedingungen der Digitalisierung die zentrale Rolle für das Lehren und Lernen im Bildungswesen inne. Sie werden darin im Rahmen ihrer Ausbildung und durch Weiterbildungen kontinuierlich gestärkt.
  5. Forschung und Innovation
    Die Potenziale, die sich durch die Digitalisierung für die Bildung eröffnen, werden in der Forschung aufgegriffen und für (pädagogische) Innovation nutzbar gemacht.
  6. Neue Akteure
    Der Dialog mit neuen Akteuren, insbesondere aus der Privatwirtschaft, ist etabliert.
  7. Netzwerk der Bildungsbehörden
    Im Netzwerk der Bildungsbehörden sind die Potenziale der Digitalisierung bekannt und werden zu dessen Weiterentwicklung genutzt.

Bis im Frühjahr 2019 will die EDK in einem Massnahmenplan vorlegen, wer (Kantone / EDK) mit welchen Massnahmen zur Zielerreichung beiträgt. Das können bereits laufende, zu verstärkende oder neue Massnahmen sein. Die EDK wird dabei diejenigen Aufgaben übernehmen, die eine gesamtschweizerische Koordination voraussetzen.

Eine der Massnahmen auf der interkantonalen Ebene ist FIDES (Föderation von Identitätsdiensten für den Bildungsraum Schweiz). Bereits im März 2018 hat die EDK grünes Licht für den Aufbau dieses Projektes gegeben. FIDES soll einen einzigen Zugang zu Online-Diensten für Lernende, Lehrpersonen und Bildungsverwaltung ermöglichen. Die Projektleitung für den Aufbau von FIDES liegt bei der Fachagentur educa.ch.

Unabhängig von der jetzt verabschiedeten Digitaltisierungstrategie hat EDK zusammen mit dem Bund entschieden, an Gymnasien ein Informatik-Obligatorium einzuführen. (pd)

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Veröffentlicht am

27.06.2018