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Sprachkompetenz von Geflüchteten stärken

Sprachkompetenz von Geflüchteten stärken
10 Lektionen à 45 Minuten Online-Einzelunterricht: Das will die Plattform lolingu ukrainischen Flüchtlingen ermöglichen. (Screenshot: Videostill SRF)

Viele Projekte und Initiativen setzen sich dafür ein, dass Geflüchtete aus der Ukraine Sprachkurse besuchen können. Ein Angebot der PH Luzern und der PH Zürich stösst auf grosses Interesse - deshalb sind weitere freiwillige Lehrpersonen gesucht.

Mit dem Projekt «Lolingu4free» ermöglichen Mitarbeitende sowie Studierende verschiedener Pädagogischer Hochschulen in der Schweiz Geflüchteten Sprachunterricht. Dieser findet online statt. Der Bedarf an Sprachunterricht ist in den letzten Wochen markant angestiegen.

Das Angebot besteht aus einem Paket von zehn Lektionen à 45 Minuten Online-Einzelunterricht entweder in Deutsch, Englisch oder Französisch. Die Lektionen werden mit Hilfe der Sprachlern-App lolingu.com in der Freizeit durchgeführt. Die Initiative wurde gemeinsam von der PH Zürich und der PH Luzern sowie von der Firma Lolingu ins Leben gerufen. Bereits haben sich eine Reihe weiterer Pädagogische Hochschulen dem Projekt angeschlossen. Das Angebot stösst bei Geflüchteten auf grosses Interesse. Entsprechend sind die Initiantinnen angewiesen auf zusätzliche freiwillige Sprachkompetenzspenderinnen und -spendern.

Interessierte Lehrpersonen können sich auf der Website melden oder mit Silvia Frank Schmid, Dozentin Englischdidakik an der PH Luzern und Mit-Initiantin des Projektes, Kontakt aufnehmen (silvia.frank@phlu.ch).

Viele private und regionale Initiativen nehmen sich der sprachlichen Verständigung mit den ukrainischen Flüchtlingen an. So beispielsweise das Helpnet Frutigland, das kurzerhand eine Serie von Lernvideos für den Austausch im Alltag produziert hat.

Kantone bieten Sprachkurse an

Für Personen mit Schutzstatus S bieten die Kantone Sprachkurse an. Die Anmeldung zu Deutschkursen erfolgt in aller Regel über die zuständige Stelle für das Asyl- und Flüchtlingswesen. Personen, die nicht bedürftig sind (d.h. sie haben genug eigene finanziellen Mittel und beziehen keine Sozialhilfe), organisieren und bezahlen Deutschkurse selbstständig. (pd)

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