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Uri regelt Schulreisen neu

Schulausflüge kosten für Urner Erziehungsberechtigte künftig maximal 16 Franken pro Tag. (Bild: pixabay.com)

Der Kanton Uri legt eine Weisung für Schulverlegungen, Exkursionen und Schulreisen vor. Darin hält er die Anforderungen und die finanzielle Beteiligung der Erziehungsberechtigten fest.

Eine Projektgruppe des Kantons Uri hat für den Erziehungsrat eine Weisung erarbeitet, welche die Unentgeltlichkeit der Volksschule berücksichtigt. In der Projektgruppe vertreten waren das Amt für Volksschulen, die Gemeinden, die Schulleitungen, die Schulräte, die Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR) sowie die Kantonalen Mittelschule Uri. Zum Grundangebot, das eine Schule in Uri anbieten muss, gehören künftig zwingend:

  • eine Schulverlegung und eine Sportwoche im Verlauf der Volksschulzeit
  • zwei Exkursionen pro Zyklus gemäss Lehrplan 21
  • sowie jährlich eine Wanderung, eine Schulreise und ein Sporttag.

Darüber hinaus kann der Schulrat besondere Veranstaltungen als Bestandteil des obligatorischen Unterrichts anordnen oder bewilligen. Für obligatorische Schulverlegungen, Exkursionen und Schulreisen dürfen den Erziehungsberechtigten nur diejenigen Kosten in Rechnung gestellt werden, die sie aufgrund der Abwesenheit eines Kinds einsparen. Der zulässige Beitrag, der von den Erziehungsberechtigten erhoben werden darf, beträgt maximal 16 Franken pro Tag.

Das Bundesgerichtsurteil aus dem Dezember 2017 beschäftigt auch die Luzerner Agglomerationsgemeinden. Ein Artikel der Luzerner Zeitung Luzern zeigt auf, dass Emmen, Kriens, Horw und Ebikon ihr Budget für die obligatorischen Schulveranstaltungen zwar deutlich erhöht haben. Die Gemeinden befürchten aber, dass diese Erhöhung nicht ausreicht und die Schulen Abstriche machen müssen.

Empfehlungen zu Verbrauchs- und Gebrauchsmaterial
In Ergänzung zu den Weisungen verabschiedete der Urner Erziehungsrat die Empfehlungen zur Umsetzung des Bundesgerichtsurteils vom 7. Dezember 2017. Die Empfehlungen ergänzen die Weisungen im Sinn einer Handreichung für die Gemeinden und enthalten insbesondere Ausführungen zur Verrechnung der Kosten von Verbrauchs- und Gebrauchsmaterial im Unterricht sowie von Materialien im Unterricht zum Fachbereich Wirtschaft/Arbeit/Haushalt (WAH) und im Technischen und Textilen Gestalten (TTG). (pd)

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Veröffentlicht am

11.02.2019

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