zurück

Zweijahreskindergarten in Schwyz auf dem Vormarsch

Zweijahreskindergarten in Schwyz auf dem Vormarsch
Der Besuch von Privatschulen ist rückläufig, ob ausserkantonal oder im Kanton angeboten. (Illustration: sz.ch)

Das Schwyzer Bildungsdepartement legt die aktuelle Schul- und Lehrpersonenstatistik vor. Im Bereich des Kindergartens und der Primarstufe steigen die Schülerzahlen leicht an.

Insgesamt besuchen im Kanton Schwyz 21'425 Kinder und Jugendliche (9 weniger als im Vorjahr) die verschiedenen Bildungsstufen vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II. Während auf der Sekundarstufe II nach wie vor ein Schülerrückgang feststellbar ist (minus 117 gegenüber Vorjahr), steigen die Zahlen im Bereich des Kindergartens (plus 78) und der Primarstufe (plus 24) an. Die Beschulung erfolgt in insgesamt 984 Klassen, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme um 6 Klassen entspricht. Damit zeigen die vom Regierungsrat umgesetzten Massnahmen zu grösseren Klassen in der Volksschule Wirkung.

Die Zahlen zur Integrativen Förderung (IF) bewegen sich mit 425 Schülerinnen und Schülern (plus 17) auf relativ stabilem Niveau. Deutlich rückläufig ist hingegen der Besuch von Privatschulen. Gegenüber dem Vorjahr geht dieser von 589 auf 538 zurück, das entspricht einem Anteil von 3,27%. Stark rückläufig ist auch der Besuch ausserkantonaler Privatschulen; dieser fällt von 288 im Vorjahr auf neu noch 196 SuS. Insgesamt ist die rückläufige Nachfrage nach Privatschulen wohl eine Folge des flächendeckenden Angebots eines Zweijahreskindergartens sowie vermehrter schulergänzender Angebote (z.B. Mittagstisch, Hausaufgabenhilfe) an den öffentlichen Volksschulen.

In der Lehrpersonenstatistik präsentieren sich die Verhältnisse stabil. Die Anzahl der Pensen an der öffentlichen Volksschule insgesamt (Vollzeiteinheiten) liegt unverändert bei 1292. Noch einmal leicht erhöht hat sich der Frauenanteil bei den Lehrpersonen. Dieser liegt über alle Stufen der Volksschule hinweg bei aktuell 76%. Am höchsten ist der Frauenanteil im Kindergarten mit 97%, am geringsten auf der Sekundarstufe I mit 54%. Weiter anhaltend ist auch der Trend zu Teilzeitpensen. Im Schuljahr 2020/21 sind nur noch 37.5% aller Lehrpersonen in einem Vollpensum (90% und mehr) beschäftigt, im Schuljahr zuvor lag dieser Wert noch bei 39.0%. (pd)

Neuen Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren, um Kommentare verfassen zu können